David oder Der Kompromiss (Altisrael-Tetralogie 2) (German by Rudolf Eifler

By Rudolf Eifler

struggle Saul wirklich der von Gott Jahwe verworfene und in den Wahnsinn getriebene König Israels? Und David, struggle er der untadlige, fromme Held, den Gott Jahwe zum Nachfolger des ungehorsamen Saul erwählt hatte? Der zweite Teil der Altisrael-Romane schaut hinter die späten, zurechtgestutzten Darstellungen beider Männer, wie sie die Überlieferung bietet, und läßt uns miterleben, welche Umstände und Zwänge und welch unterschiedliches Naturell Saul und David tatsächlich zu ihren Taten und Untaten angetrieben haben könnten.
Zu ihrer Zeit, an die hundert Jahre nach dem Scheitern Abimelechs, haben sich die im Bergland Kanaans siedelnden Sippen zu Stämmen zusammengeschlossen. Abimelechs Warnung vor dem Volk der Philister, die ungehört verhallt battle, hat sich bestätigt. Die Krieger von der Küste des Mittelmeeres herrschen nun über die Berglandstämme, die ihre Freiheit wiedererlangen wollen. In einer spontanen Erhebung werden die Eroberer vertrieben. Die Stammesältesten gründen den einst bestehenden Israel-Bund neu und berufen Saul, den Anführer der uprising, zum Heerführer des Bundes. David aus dem Volk der Judäer, als Krieger im Dienst der Philister, tritt als deren Spion in Sauls Kriegerschar ein, wird aber bald zum Anhänger Sauls und genießt dessen Vertrauen. Als Saul für die Entscheidungsschlacht gegen die Philister alle Kräfte mobilisieren will, muß er sich des Mißtrauens der Stammesältesten erwehren, die ihn verdächtigen, die Freiheit der Stämme untergraben und seine Königsherrschaft aufrichten zu wollen. Saul fürchtet die Rache seines Gottes, falls er die Ältesten, die seine Rüstungsanstrengungen behindern, entmachtet. Durch den Zwiespalt seiner Lage wird er schwermütig, beginnt selbst seinen Anhängern zu mißtrauen und zweifelt schließlich an seinem Sieg über die Philister. Die Israel-Stämme unterliegen tatsächlich ihren Feinden und geraten erneut unter deren Fremdherrschaft. Der unentschlossene Saul kommt in der Schlacht um.
David, den Saul als den in seinen Reihen gesuchten Philisterspion mit dem Tode bedroht hat, ist bereits vor der Schlacht geflohen. Anders als Saul plagen ihn keinerlei Selbstzweifel, und er versteht jede mißliche Lage, in die er gerät, zu seinen Gunsten zu wenden. Er sammelt eine Truppe verwegener Männer um sich, und mit der ihm eigenen Tatkraft und Gerissenheit und dank der Nachsicht seines Herrn und Gönners Achisch, eines der Philisterkönige, gelingt ihm der Aufstieg vom Räuberhauptmann zum König der Judäer, allerdings unter der Oberherrschaft der Philisterkönige. Nun sieht er sich jedoch in die schwelende Auseinandersetzung zwischen den Israeliten, die auf den Tag ihrer abermaligen Befreiung hoffen, und den Philistern hineingezogen, ob er nun im Auftrag der Philister seine Judäer gegen die Israeliten mobilisieren muß oder ob etwa die Israeliten die Judäer als Bündnispartner gegen die Philister gewinnen wollen. Er muß sich klar werden, auf wessen Seite er im Entscheidungsfall treten möchte.
Die Stammesältesten Israels suchen nach einem neuen Befreiungshelden und finden ihn zunächst in Abner, dem Vetter Sauls, der überlebt hat und östlich des Jordans als Verbannter lebt. Als Abner jedoch, in Verhandlungen mit David begriffen, einer Blutrache zum Opfer fällt, richten auch die Ältesten Israels ihren Blick auf David. Denn sie selbst verfügen über keinen Heerführer mehr, der den Freiheitskrieg führen könnte. Davids Entscheidung fällt zugunsten der Israeliten aus, aber er wäre nicht David, wenn er nicht einen Weg fände, zugleich seine eigene Macht zu erweitern. Es kommt zu einem Vertrag zwischen den Ältesten Israels und ihm. Zähneknirschend müssen die Ältesten Davids Forderung zustimmen, daß sie ihn als Gegenleistung für seine Befreiungstat zum König der Israeliten ernennen. Nach dem Sieg Davids über die Philister, in einer erbitterten Schlacht errungen, wird der von ihm den Israel-Ältesten aufgezwungene Kompromiß Wirklichkeit. David ist neben seiner judäischen Königswürde jetzt auch König der Israeliten.

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